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Wiesbaden Spezial |
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Von grauer Maus bis Disco-Mieze |
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Christel Bode hat sich in Wiesbaden die Bühnenbretter der
Fastnachtssitzungen erobert Von „Es ist nicht
leicht, eine Frau zu sein“, fand Christel Bode, als sie 1999 wieder in die
Fastnacht zog. Als „leicht vertrottelte“ graue Maus hob die Bode damals die
ersten Sitzungen aus den Angeln. Denn, nachdem sie sich mit flotten Sprüchen
in sieben bis neun Silben über Politik und spezifische Probleme von Frauen
her macht, steigt Christel Bode wie verwandelt aus der Bütt und macht die
Discomieze. Närrische Bühne
Es ist eben
„alles – ach – so schwer“, wie frau es sich macht, weiß die Mitarbeiterin des
Vermessungsamtes, die schon immer die Ambitionen zur Narretei in sich
wahrnahm. Mit der Liebe zum Rollenspiel, zwölf Jahren Ausbildung in Ballett
und Jazztanz und einem Sinn für die Zweideutigkeiten des Lebens, schmiedete
sie von Kindesbeinen an zu jeder Gelegenheit Verse. Erst kamen Bodes
Gereimtheiten zwar nur in privatem Kreise zum Vortrag. Doch schon bald
verbreitete sich ihr Ruf als ausgewiesene Frohnatur, die stets ein Gedicht
auf Lager hat. Firmenintern
dichtet sie schon seit vier Jahren anlässlich verschiedener Geburtstage oder
zu besonderen Feiern. Aber dabei blieb es nicht. Seit die 44-jährige seit
drei Jahren wieder in die Fastnacht – nun mit eigenen Nummern – zurück
kehrte, hat sich die Anzahl der Vereine, die ihren Auftritt anfordern,
verdreifacht. „Angefangen,
obwohl ich nicht mehr genau weiß, was mich geritten hat,“ erinnert sich
Christel Bode, „hatte alles eigentlich quasi als Therapie.“ Denn als Teenager
ei Bode sehr schüchtern gewesen. Heute vermittelt sie bei Leibe nicht mehr
diesen Eindruck. Mit ihrer Tante stand sie damals in das „Zwiegespräch“
vertieft in der Bütt und wagte ihre ersten ausgelassenen Schritte in der Tanzgruppe.
Dabei bemerkte Bode, dass die Kombination aus Beidem genau ihr Ding sei. Die Verwandlung
in verschiedenste Charaktere, eigene Texte und der Tanz sollen ihr
Markenzeichen werden. So unternimmt Christel Bode mit dem „teilweise erlebten
Kokolores“ auch jetzt als hausbackene Missie bei dem diesjährigen „Spektakel,
obwohl zu schüchtern und mit Makel“ einen Schlenker in das gesellschaftliche
Leben. Natürlich flammt auch heute noch Lampenfieber auf. Doch das gehört
halt einfach dazu. |